Seit zwölf Jahren bin ich Mitglied der Marieborg Quilters – und doch war ich nicht immer dabei. Manche sind schon viel länger dabei und erinnern sich noch an die Zeit, als es nur ein paar Nähmaschinen waren. Zweimal im Jahr, im Sommer und im Winter, treffen wir uns, oft in der Marieborgs Folkhögskola, und verwandeln die Turnhalle in etwas völlig anderes.
Tisch an Tisch ist in langen Reihen aufgestellt. Viele Stühle, jeder mit seiner eigenen Nähmaschine, und schon am ersten Abend sind die Tische voll – Stoffe, Garnrollen, die halbfertige Patchworkdecke einer Person, ausgebreitet auf dem eigenen Tisch und dem des Nachbarn. Niemand ist gestresst. Es sind fünf Tage, an denen die Zeit nicht nach der verstrichenen Zeit, sondern nach dem Fortschritt der Arbeit gemessen wird.
Das Besondere daran ist nicht der Ort oder die Maschinen. Es ist die jahrelange Erfahrung, die hier im Raum gesammelt wurde. Jemand, der seit fünfzehn oder zwanzig Jahren dabei ist und genau weiß, wie man ein kniffliges Detail löst. Jemand anderes, der zum ersten Mal kommt und herzlich aufgenommen wird. Manchmal wird Kaffee gekocht, jemand behält den Überblick, wer an der Reihe ist, manche haben einen Kuchen gebacken und bieten ihn an. Und inmitten all dessen – echte, gemütliche Gespräche. Die Art von Gesprächen, die nur entstehen, wenn man beschäftigt ist und niemand Augenkontakt braucht, um über das Leben zu reden.
An einem unserer ”Zeig-und-Erzähl”-Tage ist es ein echtes Highlight, all die Schönheit zu sehen, die seit unserem letzten Treffen entstanden ist.
Die diesjährige Runde, Sy-lan 2026, findet vom 25. bis 29. Juni statt. In einem großen Saal trifft sich dieselbe Gemeinschaft, die über die Jahre gewachsen ist, mit anderen Teilnehmern – und neuen Quilts, die darauf warten, geschaffen zu werden.
Wo nähst und kreierst du? Am Küchentisch, in deinem Nähzimmer oder mitten im Wohnzimmer zwischen Stoffstapeln auf dem Sofa? Oder triffst du dich auch mit anderen zum Nähen? Erzähl es mir in den Kommentaren – ich lese alles und bin immer neugierig, wo andere ihre kreativen Projekte verwirklichen.
Herzliche Grüße von mir, Maria.








